Aktuelles: Gemeinde Wilburgstetten

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Abbrennen von Oster- und Sonnwendfeuer

Autor: Irene Wunderle
Artikel vom 16.04.2019

Abbrennen von Oster- und Sonnwendfeuer

Das Ablagern und Verbrennen holziger Abfälle auf Oster- und Sonnwendfeuerplätzen zur Pflege des Brauchtums fällt nicht in den Anwendungsbereich der Abfallgesetze. Einer behördlichen Erlaubnis zum Abbrennen von Oster- und Sonnwendfeuern bedarf es deshalb nicht.

Osterfeuer können an einzelnen Tagen von Ostersamstag bis Ostermontag abgebrannt werden. Das Feuer darf nicht vor 18.00 Uhr angezündet werden und muss um 24 Uhr vollständig abgebrannt oder gelöscht sein.

Um schädlichen Umwelteinwirkungen, Beeinträchtigungen der Tier- und Pflanzenwelt und Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung entgegenzuwirken, sind für das Abbrennen solcher Feuer jedoch folgende Punkte zu beachten:

1. Als Brennstoff darf nur unbehandeltes Holz- und Reisigmaterial verwendet werden. 
    Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden.
    Die Brennmaterialien dürfen frühestens 8 Wochen vor dem Abbrenntag angeliefert werden.

2. Osterfeuer sollen grundsätzlich auf weitestgehend vegetationsarmen Flächen abgebrannt
    werden. Es ist darauf zu achten, dass sich in der näheren Umgebung keine geschützten
    Biotope befinden.

3. Reisighaufen bieten zahlreichen Tieren wie Kleinsäugern und Vögeln eine willkommene
    Deckung, Behausung sowie je nach Jahreszeit und Witterung Nistmöglichkeit. Reisig- und  
    Holzmaterial darf deshalb erst unmittelbar vor dem Abbrennen zusammengetragen
    und aufgeschichtet werden. Reisighaufen, die bereits längere Zeit liegen, sind vor
    dem Verbrennen vorsichtig umzusetzen; aufgefundene Tiere sind in einen neuen und
    sicheren Unterschlupf zu bringen.

4. Die Feuer dürfen nur entzündet werden, wenn für die Umgebung keine Brandgefahren
    entstehen. Die in § 3 der Verordnung über die Verhütung von Bränden festgelegten
    Mindestabstände bei Feuer im Freien sind einzuhalten (mindestens 100 m zu leicht
    entzündbaren Stoffen). Offene Feuerstätten sind ständig unter Aufsicht zu halten. Bei
    starkem Wind ist ein Abbrennen des Oster- und Sonnwendfeuers zu unterlassen. Feuer und
    Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

5. Zur Schonung des Landschaftsbildes sind die Reste der Brennmaterialien unverzüglich zu
    beseitigen und einer geordneten Entsorgung zuzuführen. Die Entsorgung hat über Deponien
    der Deponieklasse I – DK I – (z.B. Hausmülldeponie Aurach) zu erfolgen.

6. Osterfeuer sind mindestens eine Woche vorher bei der Gemeindeverwaltung anzumelden.

7. Die Gemeinden werden gebeten, die Mitteilung ortsüblich bekanntzumachen.

8. Hinweise:
   
Das vorsätzliche oder fahrlässige Brandlegen des Feuers (Brandstiftung) außerhalb der
    o.g. Zeiten stellt eine Straftat dar, die nach §§ 306 ff. StGB bestraft werden. 

    Die Kosten für evtl. Feuerwehreinsätze werden daneben dem Verursacher in Rechnung
    gestellt. 

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